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Archive for the ‘Kultur’ Category

Ich spiele zur Zeit gleich in zwei Rollenspielgruppen. Nicht das mit Dienstmädchenkostüm im Schlafzimmer, sondern die mit den Würfeln und den Kutten und den Menschenopfern. … Nein im Ernst: Würfel ja, das andere natürlich nicht.

Meine Abenteuer kann man auf meinem anderen Blog Tintentage nachlesen. Dort gibt es sowohl Incharaktergeschichten als auch Diskussionen über Probleme und Schwierigkeiten beim Spielen. Ich schreibe aus einer kulturell weiblich geprägten Sicht, über ein Hobby das noch als prototypisch männlich gesehen wird.

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Ich bin auf ein Bild gestoßen angefertigt von einer Künstlerin, deren Werkschaffen ich schon Jahre via deviantART verfolge, das seinen Weg durch einige homepages gefunden hat.

Glücklicherweise erzählt sie diesen Weg in ihrem immer wieder aktualisierten Kommentar nach: Das Bild und der Kommentar

Ich gebe hier mal die Kurzfassung in deutscher Sprache zum allgemeinen Verständnis wider:

Palnk ist hauptberuflich Zahnärztin. Sie fragte ihr gut bekannte Patienten, ob sie deren aus medizinischen Gründen angefertigten Röntgenaufnahmen für künstlerische Zwecke nutzen dürfte. Die 3 Patienten stimmten zu, worauf hin sie die Aufnahmen nutze um ihre Photoshop-Fähigkeiten zu trainnieren. Das Ergebnis ist dieses Bild.

Dieses wurde von jemandem hergenommen und auf tumblr weiterverbreitet, wo es zu einer großen Diskussion über Sexualität kam.

Danach ladete es mit fremdhinzugefügtem Text auf 9gag. Die Diskussion wurde, dem medium angemessen hier sehr flach und unfreundlich.

Und nun ist es wieder auf tumblr gelandet, wo ihm ein weiterer Text hinzugefügt wurde, der behauptet Alter, Geschlecht und Ethnie der beiden Menschen herausgelesen zu haben. Wie Palnk aber nun hier in ihrem Kommentar feststellt, hat der Verfasser damit aber nicht recht. Davon abgesehen, dass die Hand einer dritten Person gehört.

Ich bringe das alles zu Sprache weil ich einerseits die Künstlerin sehr verehre, andererseits auf verscheidene Dinge aufmerksam machen möchte.

Ist es nicht erstaunlich welche Wege und welche Wandlungen Bilder im Internet durchlaufen können? Sie lösen dabei produktive Diskussionen aber auch sinn- und zielloses Gehate aus.

Das Bild wurde fremdgenutzt (was grundsätzlich nicht sehr nett ist, ohne ie Urheberin zu fragen) um für Grenzübergreifende Liebe, aber auch für Wissenschaft zu werben. Beide Unternehmungen trafen auf einges an Gegenwehr.

Sowohl den Wissenschaften als auch der Kunst bin ich sehr zugetan und ich kann daher grundsätzlich beide Ansätze verstehen. Dass das Bild zu wirklich menschenverachtetnden Kommentaren geführt hat, bedauere ich allerdings sehr. Ich bin gespannt wohin der Weg dieses Bildes noch führen wird.

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Ein aktueller Youtubestreifzug auf den Spuren eines oft unterschätzten Instruments.

Baby

Canzona La Lusignuola

Spiel des Lebens

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Der Kaffeesatz formt eine Galaxie in meinem Coffee-to-go-Becher.

Wenn ich ihm mir verkehrt herum auf Oberlippe und Stirn die Nase umschließend stelle und er so auf dem Kopf auf meinem Kopf steht, sehe ich wie sich ein letzter Rest Flüssigkeit in die Fugen gerettet hat und auch der Schwerkraft nicht nachgeben will. Fasziniert frage ich mich, ob ich dankbar für den Kapillareffekt sein sollte, oder ob ich mich nicht doch gefreut hätte, wenn der letzte Rest Kaffee in mein Gesicht getropft wäre. Vielleicht wäre es auch lustig gewesen auszuweichen. Von links scheint Sonnenschein durch das Papier in den Becher. Ich öffne die Lippen und halten den Becher für einen Moment zu fest, kippe meinen Kopf nach vorne und lasse den Becher in meine Hände fallen. Ich schaffe Platz für den nächsten magischen Moment.

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oder manchmal bin ich stur

Als meine Klinge sanft an jahrzehntgebleichten Knochen abgleitet

und ich fallend,

sinkend

das ausdruckslose Grinsen

zwischen Wangen- und Kieferknochen betrachte,

dringt der schützende Schlag winziger Flügel in mein Ohr.

`º´

Ich hole noch einmal Luft und bereite mich vor

voll neuer Hoffnung

uneinsichtig

erneut

wiederholt

auf dem B-Knopf zu hämmern.

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Ich räume meine Schreibtisch nicht auf, weil sich der Staub wie eine wärmende Decke über all die Baustellen meines Lebens ausgebreitet hat. Ich kuschel mich in diese Decke und will die Welt nicht an mich heranlassen. Nicht weil die Welt grausam ist, ich halte die Welt für potentiell-wundervoll, sonder weil sie erkennen könnte, wie grausam ich bin. Ich kann mich noch nicht von der Welt auf meine Grausamkeit ansprechen lassen. Ich will sie ja nicht mal mit mir selbst besprechen müssen.

Ich räume meinen Schreibtisch nicht auf, weil ich dort Dinge finden werde, mit denen ich nichts anzufangen weiß, sie haben keinen wirklichen Platz, sind heimatlos, in meinen Regalen, meinen Schubladen, meinem Leben. Und sie schreien danach, dass ich mich mit ihnen auseinandersetze, also ersticke ich sie unter Büchern und Papier und Stiften und der Kamera und Federn und Müll und Staub. Bis ich genug Sicherheitsabstand zwischen sie und mich gebracht habe.

Ich räume meinen Schreibtisch nicht auf, weil dort Fremdes verborgen liegt. Unzurückgegebenes, Geliehenes, ungeliebte Geschenke. Dinge deren Wert ich auf meiner Reise verloren haben. Der Wert ging, das Ding bleibt. Ich ziehe aus diesen Dingen, diesen Gefühlen, diesen Erinnerungen weder Nutzen noch Freude. Aber ich habe nicht den Mut sie wegzuwerfen, von meinem Schreibtisch aus meinem Leben zu räumen. Also verstecke ich sie vor mir.

Ich räume meinen Schreibtisch nicht auf, um nicht entscheiden zu müssen, was ich mit den alten Briefen tun soll. Sie erinnern mich so sehr daran was war und nicht mehr ist. Wie ich war und nicht mehr bin. Wer du warst und nicht mehr bist. Alle Alten Versprechen, versäumten Chancen zeigen mit Fingern auf mich. Diese Briefe würden mich zu Tränen rühren, weil sie so schön und so vergangen sind. Als Zeugen einer Zeit die mich freuen und mahnen sollte, müsste ich einen Platz für sie finden. Ich müsste einen Platz für diese ganzen Gefühle finden und ich weiß nicht, wo ich beginnen sollte nach diesem Platz zu suchen.

Ich räume meinen Schreibtisch nicht auf, weil ich Angst habe. Angst vor mir und um mich, Angst vor meinen Fehlern, und meinen Selbstverurteilungen, Angst vor den Augen der Anderen, Angst vor der Aufgabe vor mir. Angst vor dem leeren Schreibtisch zu stehen, vor der Leere, vor dem Nichts.

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Jedes Jahr zeigt der münchner Botanische Garten in den Wintermonaten im Wasserpflanzenhaus Schmetterlinge. Das hat mich dazu verführt, den Gewächshäusern einen Besuch abzustatten. Die Ausstellung wird pädagogisch betreut und hat ein besonderes Angebot für Schulklassen, die die Häuser nach vorheriger Anmeldung betreten dürfen.

Und für alle, die ich Schmetterlingswissen schonmal vorab testen wollen gibt es ein Schmetterlingsquiz.

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