Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Kultur’

Ich spiele zur Zeit gleich in zwei Rollenspielgruppen. Nicht das mit Dienstmädchenkostüm im Schlafzimmer, sondern die mit den Würfeln und den Kutten und den Menschenopfern. … Nein im Ernst: Würfel ja, das andere natürlich nicht.

Meine Abenteuer kann man auf meinem anderen Blog Tintentage nachlesen. Dort gibt es sowohl Incharaktergeschichten als auch Diskussionen über Probleme und Schwierigkeiten beim Spielen. Ich schreibe aus einer kulturell weiblich geprägten Sicht, über ein Hobby das noch als prototypisch männlich gesehen wird.

Read Full Post »

Das Lesen meiner Sekundärliteratur bringt mich immer wieder zu der Frage, nach dem Verlangen eine spannende Geschichte zu erzählen. Die Überlegung führt natürlich zu der Grundfragestellung, warum Menschen schreiben.
Im Schreiben halten wir Gedanken fest, verfassen Nachrichten an die Anderen, versuchen zu unterhalten, unsere Geltungssucht zu befriedigen, Andere zu informieren….
Die Lise ist erweiterbar.

Ähnlich vielfältig sind die Gründe des Lesers sich einem Text zuzuwenden, doch will ich zur Ausgangsfrage zurrückkehren. Natürlich ist man, gerade bei Literatur mit wissenschaftlichem Anspruch an den Stoff gebunden. Ein stiller und ereignissloser Landurlaub ist nunmal kein „seltsame[s], unerhörte[s] Ereignis“ (Goethe: Novelle), das Stoff für eine spannende Geschichte bieten würde. Andererseits habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass selbst interessanter Stoff schleppend erzählt wird.

Ich verstehe den Wunsch nach Wissenschaftlichkeit, aber hat man dann den Wunsch unterhalten zu wollen, gerne gelesen und wiedergelesen zu werden, nicht mehr? Das wiederum stellt sich vielleicht oberflächlich betrachtet gegeneinander, auch ich lese gut verständliche und für mich nützliche Bücher und das auch mehrmals, aber Vorfreude empfinde ich nicht beim Wiederaufschlagen eines solchen Buches.

Halbwissenschaftliche Populärerscheinungen sind auch selten zu mehr zu gebrauchen, als um kurz in die Materie zu schnuppern oder sich nebenher unterhalten zu lassen. Aber kann es keinen Mittelweg geben? Oder anders gefragt: Muss man den hier Kompromisse eingehen? Kann man nicht wissenschaftlich genau und unterhaltsam schreiben?

Kennt ihr Artikel, Bücher, Reihen deren Autoren das anscheinend Unmögliche gelungen ist?

Schreibt mir!

Read Full Post »

Als Mensch mit verschiedenen Rollen, sind mir Verkleidungen wichtig, und wenn man das mit Perfektionismus kreuzt kommen da ein Paar Erfahrungen mit dem dauerverkleideten Feiern der Faschingszeit zustande.

Ich will also heute Nacht ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, oder besser gesagt aus dem Schminkköfferchen. Wir haben schon einige Figuren erfunden, Nixen, Waldgeister, Bäume, Wasserleichen, diverse Vampire (hi Mrs Meyer, wegen Ihnen kann ich mich seit zwei Jahren nicht als Dämon verkleiden, weil mich alle für den siebten anwesenden Vampir halten würden, danke auch), Schlampenprinzessinnen und deren Proletenprinzen. Ich habe Männer in Frauen, Frauen in Männer und alles, was danach schrie in Tiere verwandelt, Nina und ich flechten, stecken, sprayen, färben, bepinseln, kaschieren und lackieren was das Zeug hält, ab und an wird noch schnell jemand in sein Kleid genäht, soll ja alles gut sitzen. Jetzt aber endlich zu den paar winzigen Tipps, die ich gerne mit euch teilen möchte.

Schuhe

Überlegt euch unbedingt frühzeitig welche Schuhe ihr tragen wollt oder besser solltet, unpassende Schuhe können ein ganzes Outfit zerstören und schlecht sitzende Schuhe haben mir mal für ein halbes Jahr die Füße verschandelt, also auf gutes und gut zu reinigendes Schuhwerk achten!

Kostüm

Nicht jedes Jahr kann ein neues Kostüm her und oft sind einem die Dinger von der Stange auch zu langweilig oder passen einem nicht. Eigentlich passen diese Teile wohl niemandem wirklich gut, ich weiß auch nicht was die für Maßstäbe zum Schnittmustermachen nehmen. Aus einem schlichten Kleid lassen sich aber mit Hilfe weniger, günstiger Mittel ein Kostüm zaubern. Einige dieser Gegenstände sind: CDs, Kunstblumen (zb Efeuranken oder Hawaiiketten), Federn, Tierohren, selbsklebende Glitzerfolie und mein All-time-favorite : Krepppapier. Annähen oder umhängen, festkleben oder anheften und schon ist man gerüstet. Das geht natürlich auch mit Shirt und Hose.

Kontaktlinsen

Ich empfehle stark hier ein bisschen mehr Geld auszugeben, günstige Kontaktlinsen sind oft billig gearbeitet und haben schafe Kanten die das Auge reizen, dann wollt ihr die Dinger wieder raus haben noch bevor ihr richtig losgefeiert habt. Wenn ihr euch jetzt also für ein Paar entschieden habt (farbige Kontaktlinsen gibt es übrigens auch mit Stärke) und eigentlich sonst keine Kontaktlinsen tragt, solltet ihr wenn ihr die Linsen nur einmal tragen wollt, euch genug Zeit nehmen sie einzusetzen, wenn die Übung fehlt, ist das nämlich gar nicht so leicht, und wenn ihr sie mehrmals tragen wollt, müsst ihr euch einen Linsenbehälter und Reinigungsflüssigkeit beschaffen, zB beim Optiker, dann könnt ihr auch schonmal vorher das Einsetzen üben. Vorm Schlafengehen müssen die Dinger raus! Also übt auch ruhig mal das Rausnehmen. Die besten Kontaktlinsen gibt er übrigens hier

Nagellack

Lackiert euch die Nägel am Tag vor der eigentlichen Party, sonst datscht man ja doch nur drauf.

künstliche Wimpern

Falsche Wimpern können eine gute und langhaltende Investition sein, ob ihr Wimpernkleber oder Mastix (brennt in den Augen) benutzt ist wohl Geschmackssache, achtet darauf die Wimpern vorher auf die Richtige Länge zu kürzen, und nehmt auch diese vor dem Zubettgehen ab, reinigt sie am besten gleich von noch dehnbahren Kleberresten, bevor sie ganz eintrocknen, dann hab ihr viel länger Freude an ihnen. Wenn ihr Gefallen am gepimpten Augenaufschlag gefunden habt, könnt ihr euch die alltagstauglicheren Varianten von Artdeco ja mal ansehen.

Schminke

Wasser und auch Fettschminke verlaufen wenn man schwitzt, das kann dazu führen dass man alle Leute, die einem nahe kommen, befleckt, und manchmal will man ja nicht so offensichtliche Spuren hinterlassen. Puder – von Liedschatten bis Körperpuder – ist da oft die bessere Lösung und genau so gut oder sogar leichter aufzutragen. Wenn man sich die Haut richtig färben will (hällt 2, 3 Tage) empfehle ich mit nassem buntem Krepppapier über die Haut zu fahren, ist garantiert schweißfester als alles andere (allerdings auch nicht so gesund) Für Schnörkel und detaillierte Muster würde ich zu Eyeline oder Wasserschminke greifen, oder Liedschatten mit Wasser anrühren.

Bettchen

Grade an so Mörderwochenenden, bei denen es von einem Event zum nächsten geht, plant nicht nur Zeit zum Schlafen ein, sondern macht euch fürs Bettchen auch ordentlich zurecht. Trinkt noch ein Glas Wasser (ihr dehydriert beim Feiern und Tanzen). Schminkt euch ordentlich ab, sonst habt ihr den Scheiß auf dem Kissen. Aber bitte keine Seife benutzen, auch wenn es verlockend ist, Jungs klaut euch die Waschlotion von Mama oder Schwester, sonst habt ihr nämlich an Aschermittwoch eklige Pickel, die Schminke stresst eure Haut schon schwer genug und der gestern eroberte Flirt soll sich ja nicht fürchten, wenn sie euch das erste Mal bei Tageslich betrachtet.

Clever ist es sich alles „für danach“ schonmal hinzulegen, das können die Lieblingsbettsöckchen, die bequemste Boxershort, das Eimerchen oder die Aspirin sein. Apropo Aspirin, neben Aspirin verkauft sich „die Pille danach“ um diese Zeit sehr gut, das habe ich aus vertraulichenr Quelle, also solltet ich bei der Vorbereitung der „für danach“-Sachen auch die ABP oder Kondome ans Bettchen legen.

Und da wir grade beim Thema sind, ich mach jetzt die Augen zu immerhin will ich morgen beim Lunpenball das Kostüm von heute noch toppen und verschlafene Augen sind da sehr hinderlich. Hoffentlich denken wir morgen daran vorher Fotos zu machen, dann könnt ihr ja selbst beurteilen, ob ich mir hier einbilden darf Erfahungen weitergeben zu dürfen 😉

Read Full Post »

So jetzt ist das Umherziehen hoffentlich auf seinem Maximum angekommen. Ich denke, bereits mit einem leichten Anflug von Verachtung an das Wort „Zuhause“.

Drei Städte, vier Hausschlüssel und ne Menge Menschen, die ich lieb habe, die auch gute Gründe sind sich am jeweileiligen Ort daheim zu fühlen.

All das realisiert mein Gefühl von Unruhe und meinem Leben auf Eis. Naja eigentlich sind es viele Leben, viele Rollen. Passt mir die eine Mal nicht, oder rollt etwas Überwältigendes auf mich zu, kann ich die Bühne wechseln. Dafür habe ich ein richtiges Interesse an Inneneinrichtung entwickelt, das ich mir  noch keine Vorhänge selbst nähe, ist wirklich erstaunlich. Natürlich lasse ich so immer etwas auf den Bühnen von mir zurück, aber das Leben geht dort weiter, ohne mich. Es drängt sich die Frage auf welche dieser Rollen denn nun ICH bin, oder sitze ich vielleicht im Zuschauerraum und sehe mir die Stücke auf einer Drehbühne an? In diesen Monaten kann ich auf die Frage, wo ich mich den zuhause fühlen würde nur antworten:

„Mein Daheim zieht mit mir um.“

Read Full Post »

Ich hatte ein äußerst interessantes Wochenende und das nur weil ich mich bereiterklährt hatte 2 Freunden zu helfen. Am Sonntag habe ich Nina bei einem ihrer Studienprojekte unterstützt, sie hat zusammen mit ihrer Kommilitonin Kathrin 2 Serien von Fotos gemacht: Eine zeigt das heimliche Leben von Lego und Playmobilefiguren in unseren Häusern und Gärten, das andere war eher ein Ausflug der gruseligen Art in unsere Kindheit, düstere und vor allem zweifelhafte Gestallten wurden von uns dargestellt und in meisterhafter Weise eingefangen. (Ja ich frage Nina nach Fotos, die ich hochladen darf)

Was mich daran denken lässt mich und euch gleich mit daran zu erinnern, das die FH Mainz wieder eine Präsentation am Semesterende hat, die man besuchen sollte.

Außerdem habe ich Florian schauspielernd bei seinem Filmprojekt ausgeholfen, das hat mich daran erinnert, dass ich echt dringend Autofahren lernen sollte, aber die Geschichte ist nur was für Verschwiegene. Wir standen bei eisigen Minusgraden und 20 cm Schnee mitten im Nichts und haben hässliche hellblaue Kleinbusse durchs Grau einen Hügel raufgeschoben (mehrere Male, wer hat schon ne Szene gleich perfekt auf Band).

Zum Abschluss Zeige ich noch Ninas Softcultureobjekt:

Handschellen

Handschellen

Read Full Post »

oder „Verbrenn dich nicht der Ofen ist heiß!“

Nur zur Erinnerung: Ich lebe seits zweieinhalb Jahren mit meinem Freund 350 Kilometer vom nächsten Verwandten entfert, hege und pflege meine eigene Wohnung und habe in diesen Jahren völlig selbstständig und meist allein, drei Kuchen, diverse Muffins und zwei Braten zubereitet, dabei zähle ich nur die in dieser meiner eigenen Wohnung zubereteten Gerichte. Nebenbei erwähnt koche ich tageintagaus ein Warmes essen.

Kurz: mir sind die Begebenheiten einer Küche durchaus vertraut.

Da ich zur Zeit ja länger in der Heimat bin, und ich meine Verwandten alle sehr gerne habe und sie ja sonst nur selten sehe, kam ich auf die Idee, mich bei meiner Großmutter Maria zum Plätzchenbacken einzuquartieren. Gaumenfreuden aus Omas guter Küche und Konzertbesuch am Sonntag inklusive.

Wir läuteten also den Plätzchenbackmarathon mit dem Ausstechen ein Paar Marmeladen Plätzchen ein, durch Arbeitsteilung bekam ich die Ausstechformen zugeteilt. Da hätte mir schon auffallen können, als sie mir nämlich das Nudelholz abnahm, da der Teig ein wenig zuwenig Mehl enthielt und er mir beim ersten Versuch am Nudelholz klebte, dass meine schrittweise Entmündigung bereits in die Wege geleitet war.

Als nächstes durfte ich Teig kneten, wobei ich mir die tatsächlich bewunderswerte Technik meiner Großmutter aneignen konnte. Ich verübte tagelang verschiedene Arbeiten die nicht weiter von belang sind. Sobald ich jedoch ein Küchenmesser in die Hand nahm, wurde ich von wahlweise von meiner Großmutter oder meinem Onkel oder beiden darauf hingewiesen, dass es sehr scharf wäre und ich mich nicht schneiden solle.

Dazu eine kleine Episode aus meinem Leben: Als ich circa 15 war sah ich meine Cousine sich in ebendieser Küche mit ebendiesen wirklich sehr scharfen Messern sich fast die Finger abschneiden, ich unterbrach ihren Versuch eine Paprika zu schneiden indem ich ihre Hand ergriff und ihr das Messer abnehmen wollte. Meine Cousine wollte dieses Messer aber nicht hergeben und wehrte sich, dabei schnitt sie mir in den rechten Zeitefinger, der stark blutete. Während ich auf dem Sofa von meinem Onkel verbunden wurde blickte ich recht entnervt auf meine Rotz und Wasser heulende Cousine, die sich in dem Moment wohl am liebsten selbst in ein Messer gestürzt hätte.

Mal angenommen ich hätte diese einprägsame Episode vergessen, und auch mein seit dem teiltauber Zeigefinger hätte mich nicht erinnert, hätte mir doch zumindest mein gesunder Menschenverstand gesagt, dass man es tunlichst unterlassen sollte in ein Messer zu greifen.

Näherte ich mich hingegen dem Ofen oder einer Herdplatte, bekam ich prommt ein „Verbrenn dich nicht, da ist es heiß“ zu hören. Irgendwann hörte ich es tatsächlich zwei mal in einer einzigen Minute. ‚Vielleicht‘, dachte ich irgendwann, ‚hat meine Oma Angst, ich würde sie verklagen, täte ich mir doch einmal weh, und so lässt sie ganz nach McDonalds (der Becher kann heiß sein, weil er ein Heißgetränk enthält, bitte verbrennen Sie sich nicht) Warnhinweise an laufenden Band abspielen.‘ Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sie meine Zurechnungsfähigkeit mit der meines zehnjährigen Cousins verwechselt. Bei dem bin ich mir nicht ganz sicher, ob ihm klar ist, dass Öfen und Herdplatten tedenziel dazu neigen, heiß zu sein.

Nichtsdestotrotz hatte ich eigentlich wirklich schöne Tage, ein weiches Bett, eine liebe Oma und einen lustigen Onkel um mich rum, ab und an Besuch von zB meiner Cousine und ihrem Freund und vor allem haufenweise Plätzchen. 13Sorten und zwei bis drei Bleche pro Sorte sprechen für sich selbst. Ich konnte mich beim Verzieren austoben und hatte Spaß beim Teignaschen, konnte mit meiner Oma plaudern und einfach in Ruhe ein schönes Erlebnis haben.

in Leserichtung: Vanillekipferl, Orangenstangen, Aprikosenplätzchen, Pfeffernüsse, Spritzgebackenes, Heidesand ohne und mit Hagelzucker, Marmeladendoppler, Rumringe, Zimtsterne, xxx,Lebkuchen, Betmännchen

in Leserichtung: Vanillekipferl, Orangenstangen, Aprikosenplätzchen, Pfeffernüsse, Spritzgebackenes, Heidesand ohne und mit Hagelzucker, Marmeladendoppler, Rumringe, Zimtsterne, xxx,Lebkuchen, Betmännchen

Read Full Post »

Ich möchte euch nocheinmal das Stück Gretchen 89ff. von T-Time ans Herz legen, auf herrlich komisch-analytische Weise werden in diesem Stück Figuren des Theaters und des Lebens dargestellt. Die ein oder andere Identifikationsfigur wird durchaus zu finden sein, oder man entdeckt in den Figuren die Anderen, die einem einfach völlig fremd zu sein scheinen.

Und wem Theater noch nicht genug ist, der darf der wundervollen Tanja Schaefer lauschen, wie sie die Umbauphasen zu einem ganz eigentümlichen Erlebnis macht und dafür verdienten Szenenapplaus Umbaupausenapplaus und auch Gelächter erhält.

Read Full Post »

Older Posts »